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Samstag, 3. Dezember 2011

Yasunari Kawabata

Yasunari Kawabata wurde 1899 in Osaka geboren. Seine ersten Lebensjahre wurden überschattet von den Todesfällen der wichtigsten Angehörigen: Sein Vater starb, als er zwei Jahre alt war, seine Mutter, als er drei Jahre zählte und seine einzige Schwester, als Yasunari Kawabata neun war. Schließlich starben bis zu seinem sechzehnten Lebensjahr auch seine Tante und seine Großeltern väterlicherseits. Nun kümmerte sich die Verwandtschaft mütterlicherseits um den Teenager.

An der kaiserlichen Universität von Tokio studierte Yasunari Kawabata Anglistik. Nach seinem Abschluss im Jahr 1824 arbeitete er als Reporter für Mainichi Shimbun, als Literaturkritiker und schließlich auch als Autor fiktionaler Literatur. Beeinflusst durch den Kubismus, Expressionismus und Dada sah sich Yasunari Kawabata als Literat, der sich dem „l’art pour l’art“ verpflichtete. Seinen Stil benannte er als Shinkankakuha, der sich als Gegenpol zur Arbeiter-/Proletarierliteratur verstand.

Mit seiner ersten Erzählung „Die Tänerzin von Izu“ erhielt Yasunari Kawabata 1926 erste Beachtung als Autor. 1968 erhielt er als erster japanischer Autor den Literaturnobelpreis. Yasunari Kawabata kombinierte traditionell japanische Literaturelemente mit modernen. Seine Themen umfassten Fremdheit, Einsamkeit, Liebe, Alter und Tod.

Zwei Jahre nach dem Selbstmord seines Freundes Yukio Mishima beging der Parkinson-kranke Yasunari Kawabata Selbstmord, indem er sich selbst vergaste.

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Weitere ins Deutsche übersetzte Romane/Erzählungen/Kurzgeschichten:
  • Die Tänzerin von Izu
  • Handtellergeschichten
  • Schönheit und Trauer

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