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Montag, 13. Juni 2011

Junichiro Tanizaki

Junichiro Tanizaki wurde 1886 geboren und wuchs in der Meiji-Zeit auf, die von gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt waren: Die Shogun-, Samurai- und Feudalsysteme erlebten einen tief greifenden Wandel; westliche Vorstellungen von Wirtschaft, Ausbildung und Kunst drangen ins Land. 1908 begann der hochbegabte Junichiro Tanizaki an der Kaiserlichen Universität Tokio englische und japanische Literatur zu studieren; verließ die Universität aber 1910 ohne Abschluss.

In seinen früheren Werken lehnte sich Junichiro Tanizaki an westliche Literaturpraxen an. Als seine Vorbilder gelten Edgar Allen Poe und Oscar Wilde. 1923 zog Junichiro Tanizaki aufs Land und widmete sich in einer konservativeren Umgebung klassischen japanischen Themen.

Im Mittelpunkt seiner Werke steht meist die Obsession eines Mannes, der sich zu einer unerreichbaren Frau hingezogen fühlt. Die Suche nach Schönheit ist damit immer mit Schmerz und der Groteske verbunden. Die dargestellte Erotik und Sinnlichkeit überschreitet manchmal die Grenze zur Perversion.

1965 starb Junichiro Tanizaki an Herz- und Nierenversagen. Zu seinen Ehren wird seitdem der Junichiro-Tanizaki-Literaturpreis vergeben.

Interessante Links:

  • Projekt Gutenberg: Wer japanische Tanizaki-Originale lesen will, wird hier fündig

Hier rezensiert: 

        Weitere ins Deutsche übersetzte Essays:
        • Liebe und Sinnlichkeit

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